Samstag, 14. November 2015




   hold on keeping your mind open!

Kommentare:

  1. Es ist nicht nur der Verstand, es braucht auch das Herz.

    Der von mir sehr verehrte Robert Musil hat 1937 sich zur Dummheit geäußert, der Dummheit, die sich zur Zeit an vielen Orten zeigt: Es ist die blanke, unverhüllte Rohheit, die Mitleidlosigkeit, die Entkleidung des Menschen von jeder Zivilisation.

    Die Dummheit, mit der wir es zu tun haben, keine des Geistes, jedenfalls nicht in erster Linie. Es geht nicht um einen Mangel an Intelligenz, nein, es geht um Seelendummheit, und um, wie Musil sagte, die Dummheit als »Gefühlsfehler«, die ihren Ursprung in Furcht vor dem Leben, in Angst vor der Zukunft, ja, in Panik hat. Und in der Unfähigkeit, damit auf andere Art als hassend umzugehen.

    Dagegen weiß ich kein Rezept.
    In diesem Sinne
    Astrid

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    1. Liebe Astrid,
      Da gebe ich Dir recht. Ich verstehe unter "mind" auch nicht nur den Gehirnverstand, sondern den, der das Herz und den Kopf verbindet, Weisheit genannt. Ein offener Verstand in diesem Sinne ist aufmerksam und achtsam. Kann von sich auf andere schließen und umgekehrt.
      Mein schon vor 30 Jahren verstorbener Vater, der von der Wehrmacht desertiert war, als es nach Osten ging, erinnerte nichts von ihm selbst Erlebtes als so entsetzlich, wie die Verrohung in Wort und Tat.

      Nun ist es wieder so weit. Und eines der Dinge, die ich fassungslos beobachte ist, wie da wieder göbbelanische Menschen scharfen Verstandes( ohne jede Spur von Weisheit) mit Sätzen in dumpfen Gefühlen wühlen, die in ihrer Unsinnigkeit zeigen, dass sie für ihr johlend beifallklatschendes Publikum nur eines empfinden: Verachtung.
      Diese Kälte und Berechnung macht mir Angst. Genauso, wie ich entsetzt bin vom Terror gegen Menschen, wo auch immer. Und ich bin mir sicher: die Rattenfänger schärfen schon wieder ihre Zungen.

      Ich kenne viele gänzlich ungebildete Menschen, die aber eine Herzensbildung besitzen, die erwachsen, intelligent und verantwortungsvoll ihr Leben leben. Und die Not- Wendigkeit erkennen und entsprechend handeln. Und hinhören.

      Ein Rezept weiß ich auch nicht. Gerechtigkeit, Bildung. Utopien eben...

      Lieben Gruß!

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  2. Erschüttert und traurig, und doch mit Zuversicht im Herzen (von der ich nicht weiß, woher sie kommt, aber sie war schon immer da...) und mit sehr viel Lust auf Leben, mit meinen Kindern, mit meinen Enkeln - grüßt Ghislana

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