Montag, 30. April 2018

Postkunst
+

Frühling
+
Neue Bilder
+
Upcycling


Von Jennifer kam diese wunderbare federleichte Frühlingspost





Und von Christiane diese eleganten Walzendrucke, auf dem Umschlag ein ganz eigenes Modell.




Vielen Dank Euch beiden Walzerköniginnen!




Ich war eine Zeit in Besenhausen, in meinem Landhäuschen, wo ich den Winter ausgetrieben und den Frühling dabei genossen habe.
Hier ein Blick um 7 Uhr morgens von meinem "Hausberg", dem Pferdeberg auf Besenhausen.





Ganz vorne meine graue "Sibirien -Datscha", inclusive riesiger Birke. Von der ich ja annehme, dass die Erbauer des Häuschens sie für die Russland-Spätheimkehrer gepflanzt haben, denn für die wurde das Grenzhäuschen 1949 ursprünglich gebaut.






Genau dort verläuft seit 1945 die Niedersächsisch- Thüringische Grenze. Vorher verlief sie quer durch Gut Besenhausen, was eine Sprengung zur Folge gehabt hätte. Aber nach Verhandlungen des damaligen Gutsbesitzers mit den russischen "Gästen"( man spricht von hochprozentigen Gesprächen) wurde die Grenze ca. 200 Meter verschoben. So blieb Besenhausen erhalten und mein Häuschen gebaut. Ungezählte Menschen kamen über diesen Grenzpunkt, um nach Friedland weiterzugehen, wo noch heute Menschen eine erste Aufnahme finden, die nach einem sicheren, besseren Leben suchen.







Nach 1961 war dort der "Zonenrand". Im Häuschen sassen die Westzöllner und hatten nicht viel zu tun. Denn einen Übergang gab es nicht mehr.



das thüringische Dorf Kirchgandern

Wir gingen dort spazieren, ich schob meine Kinder dort zum Einschlafen im schaukelnden Wagen vorbei. Still war es.
Bis wir, betrunken vor Freude, im November '89 die alten, nie gekannten Nachbarn im nächsten Dorf umarmen konnten.


Gemalt habe ich auch.
Acryl auf Leinwand, ca. 70x100cm





zwei Ausschnitte







Acryl auf Leinwand, 2tl., insg. 80x120






und ein Ausschnitt vom kleinen "Emil". Einem wunderbaren Enkel von Freunden.

Ausschnitt "Emil"






Hier noch mein neuester Tetrapackkniff. Vielleicht macht Ihr das schon immer? 
Ich habe beim Tetrapackbasteln diese sehr praktische Kulturtasche, Butterbrotkiste, Obstbehälter, Stempelsammler, Fädchenaufbewahrer, Messertäschchen........
entdeckt und möchte sie Euch nicht vorenthalten:












Kommentare:

  1. Eine sehr idyllische Landschaft. Mit einer Geschichte, die berührt, schlage ich mich doch seit ein paar Tagen, damit herum, was die beiden Hälften Deutschlands so unterschiedlich geprägt hat, besonders die Menschen darin...
    Farbstark gemalt hast du auch wieder. Und das Porträt: allerliebst.
    LG
    Astrid

    AntwortenLöschen
  2. ...ach da ist der Morgentau nun auf die Leinwand gezogen, liebe Lisa,
    der Emil macht Freude mit seinem strahlenden Augen...hatte unser Emil gestern auch, als wir seinen 93. Geburtstag feierten...so nah die Grenze zu erleben muß beeindruckend sein und sicher auch ein bisschen beängstigend...gut, dass ihre Zeit vorbei ist,

    komm gut in den Wonnemonat,
    liebe Grüße Birgitt

    AntwortenLöschen
  3. Emil ist so nett, bestimmt ein pfiffiger kleiner Lausbub, so hast du ihn jedenfalls hier gemalt!
    Morgentau in deinen neuen Bildern... dieser Farbe kann sich in diesem Frühling kaum jemand entziehen, oder!? Die schöne Landschaft um Besenhausen, ist ja nur ein Katzensprung - ich muss wohl bald einmal wieder hin...
    Liebe Grüße Ulrike

    AntwortenLöschen
  4. wir waren dort auch schon vor der wende und vor dem autobahnbau. was war dort für eine ruhige idylle!! idyllisch ist es ja immer noch, aber es ist ein bisschen lauter geworden.
    tolle neue bilder, emil ist ganz entzückend!
    liebe grüße
    mano

    AntwortenLöschen
  5. Das rührt mich sehr, liebe Lisa. Und der kleine Emil so leuchtend! Schön...Liebe Grüße, Taija

    AntwortenLöschen
  6. Was für eine tolle Geschichte. Ich bin erst 1990 ins dieses ehemalige "Zonenrandgebiet" gezogen und kannte diese Geschichte um Das Grenzhäuschen in Besenhausen noch nicht. Berührend.
    Liebe Grüße
    Ute

    AntwortenLöschen