Mittwoch, 21. Februar 2018

Sonne
Gewächse 
Arbeit
Hoffnung

Beim Frühstück werfen die Blümchen auf dem Tisch und das Glas der Vase mir ihre besonnten Farben in die Augen.








Im Garten hängt die Morgensonne im alten Rosenstöckchen.
 Viel-versprechend.








Im lichten Werkraum übermale ich absichtslos alte, misslungene  Leinwände(ca. 60x80).
 Ohne Idee, mit den Farben, die mir am nächsten stehen.












Dann mache ich auf Papier in Din A 2 weiter.













Das Bewusstsein  dass es mir, uns allen hier in Mitteleuropa, fast unwirklich gut geht, unverdient und geschenkt, begleitet mich fast ununterbrochen.
Der osmanische und sonstige Größenwahn bringt die Erde an den Rand einer so brenzligen Situation, dass wir alle bald ganz konkret involviert sein könnten in Unfrieden und Krieg.

Und im Lande: statt Visionen zu entwickeln, soll alles bleiben wie es ist, oder zurück in eine Gesinnung gehetzt werden, die Menschen wieder separiert, je nach dem, was auf ihrem Papier gedruckt steht, was sie glauben, wo sie geboren wurden. Eine Gesinnung die tötet. Zuerst Seelen, irgendwann das Leben selbst.
Was ist das für ein Virus, der uns weismachen will, Menschlichkeit sei teilbar.

Die Tugend der Hoffnung ist grad schwer hochzuhalten. Sie stirbt ja angeblich zuletzt, die Hoffnung...


Morgen reise ich mit dem Liebsten gen Süden.  Ein paar Tage durch Museen und Kirchen schlendern, Augen füttern und Seele füllen. Hoffe auf neuen Schwung. 


Kommentare:

  1. Schön, deine Kreativität hier ein Stück miterleben zu dürfen und eine Gedanken zu teilen. Momentan habe ich die Chance für mich persönlich, alles nicht so nah an mein Gemüt herankommen zu lassen ( und ich nutze sie ), bin mir aber der Privilegiertheit meines Daseins immer bewusst.
    Dir einen schönen Urlaub, gespannt, wo es hingeht....
    Habt es fein!
    Herzlich
    Astrid

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  2. Wenn ich so deine tollen, rasch übermalten Leinwände anschaue, frage ich mich, warum du neuen Schwung willst, du hast soooo viel davon! Deine Kunst zu sehen ist immer eine richtige Erbauung für mich.
    Aber, ich weiß, was du meinst... allein, das Woanders sein, kann so inspirierend wirken.
    Dir eine ganz gute Zeit, die den Kopf frei machen möge!
    Liebe Grüße Ulrike
    PS. Zu deiner Frage nach wasserfesten Stempelkissen: Staz On, My Favorite Things, Archival

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  3. Mitr geht es wie Ulrike, kretiven schwung hast du in dir, aber ich verstehe genau was du meinst. Manchmal beschäftigt mich das sehr tief und manchmal ducke ich mich, um es nicht ertragen zu müssen, weil man das nicht permanent kann.
    Genieß den Augenschmaus im Süden
    viele Grüße, Karen

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  4. manchmal kann ich diese welt auch nur noch ertragen, wenn ich mich von jeglichen nachrichten abschotte.
    ich wünsche dir sonnige, bunte und fröhliche tage zum seele-aufhellen und kraftschöpfen.
    ganz liebe grüße
    mano

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  5. Manchmal ist < übermalen< ein Überlebenstrainig!! Und doch bleibt Wirklichkeit vorhanden. Das Wesenliche ist unsichtbar, sagt der kleine Prinz, wie Recht er hat und wie unfriedlich die reale Welt ist.!!
    Dir wünsche ich inspirirende Momente im Süden.
    heiDE

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  6. eine zeit im süden wünsche ich dir, die aufatmen, seele füllen, augen verzaubern und herz streicheln hilft. gelegentlich mag ich nicht mehr, nicht mehr hören, wie gehetzt wird oder vor problemlösungen weggeduckt oder weggeschwafelt der effekt ist der gleiche), nicht mehr lesen, wie brenzlig viele situationen vor sich hin schwelen (und deutsche rüstungsexporte sie am brennen halten) die ideenlosen übermalungen sind so gelungen, so lisaesk, wie ich sie mag. liebe sonnengrüße vom rhein, durchgepustet von markt und durch die stadt trödeln, nun wieder im warmen...eva

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  7. Ich verstehe genau was du meinst. Man möchte aufschreien. Was tun und fühlt sich doch so hilflos. Bin gerade in Südafrika. Auch hier werden nach wie vor Gesellschaften gespalten und Egoismen gepflegt. Es ist so traurig. Genieß die gemeinsame Zeit im Süden und komm mit viel neuem Schwung zurück.Liebe Grüße Ute

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  8. Bisschen verspätet winke ich dir hinterher, liebe Lisa. Hoffe, du hast im Süden viel Ruhe, aber auch Inspiration gefunden.

    Auf der Welt liegt so viel im Argen, dass ich mich immer wieder schüttele. Fernsehnachrichten sind deprimierend, trotzdem schaue ich sie mir an. Und versuche, in meinem direkten Umfeld anders zu agieren - der einzige Bereich, in dem ich wenigstens ein bisschen bewirken kann.

    Lieben Gruß
    Uta

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