Freitag, 8. Februar 2019

Maria 2.0 (klick)

Bis zum 11. Mai werde ich jeden Tag ein Frauenbild malen. Auf Papieren, die ich vorfinde. Verpackungen, alten Briefen, Zeitschriften.
Die Bilder widme ich allen, die zum Schweigen gezwungen wurden und werden.




Maria2.0 Frauenbild 1

 

Freitag, 1. Februar 2019

Nicht müde werden, sondern dem Wunder, 
leise wie einem Vogel, die Hand hinhalten
                                                                                                                 
                                                                                                                     Hilde Domin 





Wer hier regelmäßig liest, dem ist nicht verborgen geblieben, dass ich mit der Botschaft des Jesus von Nazareth viel anfangen kann.
Wenn mein Christsein hier sichtbar wurde, dann eingebettet in mein Tun, mein Kunstschaffen, meine politische Meinung. So wie es mein Leben durchwirkt, so scheint es auch beim Blogschreiben immer wieder durch. 
Ich bin halt keine Sonntagschristin.
Heute nun rückt mein Christsein in die Mitte eines Posts.



Ich komme aus einer katholischen Familie. Das Selbstverständnis, katholisch zu sein, haben wir mit der Mutter- nein, Flaschenmilch, aufgesogen. Es beinhaltete Gebete am Morgen, Mittag, Abend genauso, wie den täglichen Rosenkranz im Oktober, den Sonntäglichen Kirchgang( nüchtern) die Frühkommunion mit fünf Jahren, die Beichte, und überhaupt all die Riten und kleinen katholischen Selbstverständlichkeiten, die man tat als Kind, die man gar nicht verstand und meistens stinklangweilig fand.
Das kindliche Mitleid mit den "Heiden" (sprich den evangelischen Christen- sorry!) gehörte auch dazu. Meine alte Tante hatte einen Spruch, wenn sie über evangelische Bekannte sprach: "Sind evangelisch, aber gute Leute"- Der Gipfel der Ökumene!




Mit zwölf Jahren habe ich mich dann kurzzeitig einer geistlichen Gemeinschaft zugewandt, die das Evangelium in die Mitte des Lebens holen und ernst nehmen wollte. Das hat mich fasziniert. Keine Nerzmäntel in der ersten Kirchenbank, keine frischpolierten Autos vor der Tür, keine diamantenen Fingerringe, sondern Teilen, Beten, Singen, Verstehen. 
Leider war diese Gemeinschaft aber auch Meister im Schuldgefühle- Auslösen. Da standen sie ganz in katholischer Tradition. Also bin ich da weg.
Dann wurde es wild. Ich war 14 Jahre alt, man schrieb das Jahr 1974, und in der katholischen Akademie gab es jeden Samstag wilde Messen.  Die Musiker waren großartig und zum Anschmachten hübsch mit ihren langen Haaren und ihren coolen Rhythmen. Und unser wirklich toller Jugendpriester ließ uns machen. Ich erinnere mich an ein riesiges Kreuz aus Müll, das wir bauten aus Protest gegen die Konsumgesellschaft, die Liturgie war so frei, jede r konnte mitreden. Wir reichten den Kelch herum, saßen auf dem Boden, tanzten, wenn uns danach war.




Dann folgten viele Jahre, die ich heute als sehr fern meiner Spiritualität bezeichnen würde. Ich hatte aber immer ein Grundgefühl von Beschütztsein, im Grunde einen konservierten Kinderglauben. Der hat mich auch durch manche Stürme getragen. Aber eine Auseinandersetzung fand kaum statt. Früh kam mein erstes Kind, es war viel zu tun. Gebetet habe ich mit meinen Kindern. Jeden Abend. Ich wollte ihnen immer mitgeben, dass es eine Instanz gibt, die auch noch da ist. Dass Dankbarkeit etwas bereicherndes ist. Und daß Angst in Vertrauen gewandelt werden kann. Mein Glaube war nie groß. Er war aber selbstverständlich. Die Kirche war mir dabei vollkommen unwichtig. Inzwischen war die Aufbruchsstimmung in der Kirche auch verweht und unsere Helden in Südamerika bekamen ernsthafte Schwierigkeiten mit den und dem Oberhirten. Theologen und Theologinnen, die vorgestrige Strukturen und Glaubenssätze  der Kirche benannten und anprangerten, und daß Klerikalismus und Verklemmung  zu Ausgrenzung und Unheil führt, wurde ein Maulkorb verpasst. Das alles ist bekannt. Ich konnte mit dem "Verein" gar nichts mehr anfangen.





Erst als mein drittes Kind sich auf die Erstkommunion vorbereitete, entschloss ich mich, auch eine Gruppe zu übernehmen. Ich hatte mich sehr angefreundet mit dem Franziskaner, der damals unsere Gemeinde leitete. Er schrieb mir nicht vor, was ich "meinen" Kindern zu erzählen hatte. Ich versuchte für mich zu begreifen und zu formulieren, was das alles heißt,  die Sakramente, die Riten, die Gemeinschaft, Gott. Und merkte, dass die Riten ein Boden für mich sind. Nicht mehr. Aber auch nicht weniger. 

Heute glaube ich, dass Jesus den Wandel durch Liebe ins Zentrum seiner Botschaft gestellt hat. 

Das Gegenteil davon ist Erstarrung, Beibehaltung des "immer schon so". Das Gegenteil davon ist der seit Jahrtausenden die katholische Kirche prägende Klerikalismus. Das Gegenteil davon ist die Machtfülle von Amtsträgern, die sie mit aller Kraft, mit aller Gewalt, mit aller List und Tücke, mit Ränken und politischen Winkelzügen durch die Jahrhunderte gerettet haben.

Das Ergebnis dieser, durch angstgetriebene Machtgier befeuerten, Erstarrung waren und sind unglaubliche Veletzungen, grausame Gewalt, Mißbrauch, Bereicherung und weltliches Protzen. Und Ausgrenzung der Hälfte der Menschheit, der Frauen.






Eine einzige Frau jedoch ließen die Herren immer schon in ihre Mitte: 
Maria. 
Sie stellten sie auf den Sockel der Heiligen-Verehrung, der Keuschheit und der Tugendhaftigkeit. Wo sie zu schweigen hatte. (Es gibt gar die Legende, Bernhard von Clairvaux hätte ihr den Mund verboten, als sie es wagte, ihn anzusprechen!) 
Ein unerreichbares Beispiel für uns Frauen haben sie da geschaffen. Magd sein. Gehorchen. Leiden. Bescheiden sein....


Die Frage der Jungfräulichkeit Mariens wurde zur verstörend  voyeuristischen Gretchenfrage. Denn sie bestimmt das Frauenbild, dass die römisch katholische Kirche noch immer vermittelt, an das sie glaubt und das ihre männlich klerikale Macht erhält. 
Heilige oder Hure. Die ewige Eva, die den Teufel ins Leben holt oder die Jungfrau, die ihn draussen hält, indem sie die Männer nicht verstört mit ihrer Weiblichkeit. Gesunde Söhne des Patriachats mußten immer schon Herr über die Jungfräulichkeit sein. Nur so konnten sie die Kontrolle behalten. Weibliche Sexualität ausserhalb der Ehe bedeutet Kontrollverlust. Sehr sehr gefährlich! Darum ist sie des Teufels.
 Wenn auch all die Marianische Jungfräulichkeit auf einer (bewussten) Fehlübersetzung beruhte: 
Aus der "jungen Frau" wurde kurzerhand die "Jungfrau".

So wurde Maria immer schon mißbraucht. Da steht sie und muss schweigen. Eine erstarrte Männerfantasie. Die ihr seltsames Frauenbild prägt.





Der sogenannte "Mißbrauchsskandal" zeigt die Spitze des Eisberges. Verstörend ist, dass von Kirchenleuten immer noch gesprochen wird, als sei der eigentliche Skandal das Hervorbrechen der Wahrheit. Selbst Leute aus dem kirchlichen Umfeld, die sich Veränderung wirklich wünschen, sprechen immer wieder von "dem Skandal, der die Kirche erschüttert" oder von dem "schrecklichen Jahr 2018 für die Kirche". Und merken gar nicht, was sie da sagen. So tief sitzt diese Kirchensprache.
Dabei ist der Skandal doch die unglaubliche Gewalt und Ausgrenzung, die  Menschen durch Kirchenleute erlitten und erleiden.
 
Wir Frauen haben darum einen offenen Brief an Papst Franziskus geschrieben:
Im Februar tagt in Rom eine Konferenz über den massenhaften Mißbrauch durch Kirchenleute. Und darüber, was zu tun ist dagegen.
Wir Frauen hätten da ein paar Ideen. 



Wir holen Maria von ihrem Sockel, in unsere Mitte, und rufen alle Frauen zu einem "Kirchenstreik"auf:


Von Samstag, 11. bis Samstag, 18. Mai 2019 betreten wir keine Kirche und tun keinen Dienst. Wir alle wissen, wie leer dann die Kirchen sein werden und wie viel Arbeit unerledigt bleiben wird.

Wir bleiben draußen!

Wir feiern die Gottesdienste auf den Kirchplätzen, vor den Kirchentüren.

Wir tanzen, singen, beten, finden  neue Worte und neue Ausdrucksformen!

Wir sorgen für Leib und Seele und heißen auch die Männer willkommen!

Wir bringen weiße Betttücher mit. Wir bedecken die Plätze mit dem Weiß der Unschuld, mit dem Weiß der Trauer und des Mitgefühls. Die weißen Tücher können beschrieben, bemalt, besudelt werden. Sie können verknotet werden zu langen Ketten und riesigen Buchstaben... Es gibt bestimmt noch viel mehr Ideen!

Umgeben wir unsere Kirchen mit der Farbe des Neuanfangs !!

 
Bitte lest den Brief und unterstützt unser Anliegen mit Eurer Unterschrift!
Hier gehts zum Brief:
Bitte hier entlang

und hier gehts zur Facebookseite von Maria 2.0 (die grade heranwächst)


 

Samstag, 22. Dezember 2018

                   Frohe, gesegnete Weihnachten!
                               
                                     * * *



Ich melde mich im nächsten Jahr. Mit all den Post- und sonstigen Freuden. Kommt gut durch!

Mittwoch, 19. Dezember 2018

Adventspost 
die der anderen und die meinige

Heute zeige ich Euch die wunderbaren Karten, die bisher von der Adventspost -klick- bei mir eingetroffen sind. Die ersten vier hatte ich schon gezeigt.

Ich werde nicht auf die wenigen Blogs verlinken( in unserer Gruppe gibt es nur wenige Bloggerinnen), sondern die
 "Blognamen"nennen, auf die man bei entsprechender Suche sofort stößt.
Nenne ich nur einen Vornamen, so hat die Künstlerin keinen Blog.
Alles klar? Los gehts ( immer von links nach rechts):




Danke Euch: Verena, Milena, Corinna, "allesbiggi", Kerstin, 
und die letzte ist die meinige. 



Auch Euch herzlichen Dank: Ingrid, Heike, "viel-krempel", Evelyn


Und dann kam noch Extrapost von
"jahreszeitenbriefe", "ulkau" und Birgitta . Danke Euch!!




"die Birgitt" hat mir wieder eine große Freude gemacht mit ihrem Jahreskalender 2019, voll mit ihren wunderbaren Fotos und bereichernden Sätzen. Danke für diese Freude für ein ganzes Jahr!



Und von "lemondedekitchi" kam diese sehnsuchtsvolle Collage.
Ich habe mich sehr gefreut. Hab lieben Dank! 




 
Von "augengeblicktes" kam diese wunderbare Illustration eines Gedichtes von Elisabeth Borchers. Ein Traum! Danke!


 
Und hier noch meine Karten:










Es geht um den Novalissatz:
Wohin gehn wir denn?   Immer nach Hause...
Den habe ich auf alle Karten geschrieben, nachdem ich aus meinen Gellidrucken( natürlich auf Hemdenpappe) mithilfe von Fineliner und einer Spur Rot Landschaften mit winzigen Häusern herausgearbeitet hatte.

Nur Schwarz-Weiß war mir zu hell und zu dunkel. Mich hat das "Grau", in seiner vielfarbigen Versprechung gereizt.
 Preussischblau und gebranntes Umbra  kam auf meine Gelliplatte. So wurden sie blaues Grau und rotes Grau, bereichert mit Zinkweiss und Paynesgrau. Und Spuren von Eisenoxydschwarz.

Sehnsucht nach Geborgenheit und Schutz hat für mich viel mit dem Advent zu tun. 



 Nun freue ich mich auf die restlichen Karten, einige scheinen noch in der Flut der Weihnachtspost festzustecken...
 

Dienstag, 4. Dezember 2018

Advent
seit vier Tagen erfreut mich nun in der Dunlkelheit des Dezembermorgens ein Stückchen dieses kleinen Gesamtkunstwerks von ihr*.  Es ist über die Jahre schon ein glückliches Ritual im Advent geworden, mit dem Liebsten ganz vorsichtig das Schächtelchen zu öffnen und behutsam das winzige, sorgsam gestaltete Tageskunstwerk zu entnehmen, ausgiebig zu bewundern, sich vorzulesen und viel davon mit in den Tag zu nehmen.
So bist Du jeden Morgen lieb bedacht, liebe M.!





Die Briefkastenfreude der Adventspost* dieses Jahr ist auch wieder vom Feinsten, heute konnte ich ganz pünktlich die vierte Karte an meine Leiste hängen. Habt lieben Dank:
Mareike*
Anna
Daniela
und Manu




 Tabea und Michaela* haben mal wieder den Nagel auf den Kopf getroffen mit ihrem Schwarz -Weiß -Kontrast. Sie scheinen meinen gusseisernen Adventsteller gekannt zu haben...







Die Schäfchen sind mir in Bethlehem über den Weg gelaufen und fühlen sich hier ganz wohl...




Einen lichtvollen Advent Euch allen! 
*die Sternchen verweisen auf Verlinkung, die nichts ist als dankbares Teilen 

Donnerstag, 8. November 2018

Plastik. Und so...

Bis es unseren Politikern einfällt, dass die Welt noch kränker wird, wenn man die Autolobby und die Verpackungsindustrie weiter fast uneingeschränkt ihren Geschäften wie gehabt nachgehen lässt- nach dem Motto: Ach so, Erde kaputt? Nehmen wir ne neue....
müssen wir unsere Köpfe selber anstrengen.

Obwohl ich ja der Meinung bin, wir wählen unsere Volksvertreter, damit sie dem Volke dienen und also das Beste für die Menschen tun. Ergo das Beste für die Umwelt. Ergo umweltschonendes Verhalten belohnen, umweltschädliches Verhalten teuer machen. Beim Einzelnen sowie bei der Industrie. Und zwar radikal. Nicht Ohrenstäbchen verbieten und gleichzeitig Braunkohle verfeuern lassen wie im 19. Jahrhundert...HALLO!!!
Sie müssen es steuern. 
Und wir müssten uns drauf verlassen können.

 Aber sie tun es nicht.
Und wir können uns nicht drauf verlassen.
 Also denke ich.
Mein Kopf sagt zum Plastik:
1. eigentlich Sache der Politiker, aber die brauchen noch. 
2. es muss doch möglich sein, den Plastikeinkauf zu reduzieren, ohne das doppelte für Lebensmittel auszugeben. (Belohnen statt bestrafen!)
3. Es muss nicht 0% werden, aber erheblich weniger.





Nun habe ich es geschafft, ohne viel Aufwand, den Inhalt des gelben Sackes auf weniger als 1/3 zu schrumpfen:

1. Obst und Gemüse prinzipiell, egal wo ich einkaufe, nur unverpackt. Das meiste kaufe ich sowieso auf unserem tollen Wochenmarkt und bringe genug Beutel dorthin. Auch Käse und wenn man will Fleisch kann man hier bekommen, und inzwischen ist es auch normal seine Dosen oder( ich) Gläser mitzubringen.
Auch im Supermarkt kaufe ich Gemüse nur unverpackt. Das andere lasse ich liegen, ( hier finde ich die in Folien verschweißten Biogurken immer besonders absurd)

2. Getränke nur in Glasflaschen. Wir haben einen tollen Getränkelieferservice. Es ist bekannt, dass Plastikflaschen, auch echte Mehrwegflaschen, diverse Stoffe an die Getränke abgeben. Viele davon sind unseren Hormonen sehr ähnlich. Was damit feinstofflich all den Menschen passiert ist überhaupt nicht erforscht. Ganz abgesehen von dem- Plastik eben...

3. Milch in Glasflaschen. Yoghurt mache ich selbst. Das dauert in der Woche zusammengerechnet vielleicht 10 Minuten. Der Rest ist Warten... :-)

4. Kekse und Gebäck mache ich selbst. Schmeckt besser und ich weiß was drin ist.

5. Schampoo, Seifen und Co benutze ich , wenn überhaupt, sehr sparsam. Und nein, ich müffel nicht.

6. Reinigungsmittel: Waschmittel im Pappkarton, ansonsten siehe Punkt 5

7. Ansonsten überlege ich beim Einkauf immer kurz: Brauch ich das wirklich?




Natürlich gibt es trotzdem immer noch viel zu viel Plastik durch mein Dasein hier auf Erden. Aber 2/3 weniger hat mich echt gefreut. 


Und nun zum Verkehr:

Münster, meine Stadt, ist eine Fahrradstadt und das ist wunderbar.





Ich habe ein Auto. Das steht, wenn ich in Münster bin, 98 % der Zeit dumm rum. Leihen kann es jeder der mich fragt. 

 
...nein, das ist nicht mein Auto...


Ehrlichgesagt habe ich es nur, weil ich ca. 10x im Jahr damit in meine Landhäuschenwerkstatt nach Besenhausen fahre und IMMER große Stücke hin und her transportieren muss.
Ich überlege schon ziemlich lange, wie ich das anders organisieren könnte. Ist mir aber noch nichts eingefallen, was wirklich funktionieren würde. Ganz abgesehen von den grottenschlechten Zugverbindungen. :-(



 Mein Vorschlag gegen Stau, CO2 und Feinstaub, Herr Scheuer :

Jede r Bürger in bis 18 Jahren bekommt eine "Bahncard 100". Jede r ab 18 Jahren, der/die kein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor fährt und besitzt bekommt eine "Bahncard 100". Finanzierung: Kein Problem, wenn das Geld für den Strassenbau größtenteils verschoben wird auf den ÖPV. 
Güter ebenfalls auf die Schiene, reduzieren durch Steuerung der Verpackungsmengen( wobei da natürlich andere Ministerien zur Zusammenarbeit bereit sein müssen)
Auch im Verkehr gilt: Umweltverträgliches Verhalten belohnen, nicht bestrafen! 


Zu meinem Transportproblem fällt mir noch ein Bild von Früher ein:
Jeder Zug hatte einen Gepäckwagen. Da verstaute man alles was sperrig war. Es war normal, dass beim Halt des Zuges Leute sich ihre Fahrräder, große Koffer oder Kisten dort abholten. Das ging ganz schnell, ein Schaffner organisierte das. Das wäre dann auch was für meine Bilder....Und mein kleines Klapprad....

Ach wär das schön!
Und unsere Wohnstrassen würden wieder sichtbar, bespielbar, schlenderbar.
Unsere Plätze wieder zum Verweilen einladen statt zum Autoparken.
In Holland kann man in vielen Städten sehen, wie das gehen kann.
Aber da gibt es auch keine Autoindustrie...
Mensch, Mensch....

  

Freitag, 2. November 2018

Zurück aus Israel...

so eine Ratlosigkeit hat noch keine Reise bei mir ausgelöst.
Schönheit von Orten und Landschaft, große Herzlichkeit und Gastfreundschaft, gruselige Heiligkeits- Hysterie, unerträgliche Rechthaberei, Schickanen, die man nur erahnen kann, Leidenschaft für die eigene Sache, unbeschreibliche Ausbeutung der Natur, Fleiß und Engagement, Trostlosigkeit und Elend, blühende Gärten, Ordnung, Wild wuchernde Müllhalden, Schuldzuweisungen, Halbwahrheiten und Überheblichkeiten, Schuldgefühle, Verständnis....

Bilder und Berichte gibt es genug. Da muss ich nichts mehr zeigen.
Außer ein paar Skizzen am Wege vielleicht...



 

Zu Hause erwartete mich schöne Post von ihr *klick und ihr *klick.



                                                         
                                                    *





Vielen Dank Euch Beiden!
Es freut mich, dass meine Täubchen fliegen. Ich glaube ja sehr an Energien. 
Frieden denken macht friedlich.


Auf das Advents Post Projekt von Tabea und Michaela freue ich mich auch sehr und schwelge schon in Schwarz und Weiß.
was seid Ihr doch für Inspiratorinnen!






Ganz unvermutet hatte ich als Unterstützerin ja einen Preis beim Post Kunst Werk gewonnen. Die Firma, bei der ich was bestellen durfte erwähne ich hier nicht, wegen Werbung und so .
Jedenfalls habe ich mir 2 Meter von diesem wunderbaren Wolletamine bestellt, diesem Zauberstoff, den man färben, bedrucken, besticken, bemalen...kann und ihn dann z.B. einfach mit in die 40 Grad Wäsche schmeißt und er wunderbar zusammenfilzt und weich wie Babywäsche wird. 






Ich habe einfach ein bisschen mit der Maschine drauf rumgestickt und zwei große weiche Schals erhalten nach der Wäsche. 









Gestern habe ich meinen lieben Toten Lichter angezündet.
Das schafft Nähe.


Einen schönen Novemberanfang Euch!