Dienstag, 13. März 2018

Herr Ärmel?
(nein, nicht der von Lummerland)








oder vielleicht Herr Röslein?













Irgendeine Namens-Idee für diesen freundlichen Herrn aus dem Ärmel einer alten nicht mehr passenden Wolljacke?





Dann bitte melden. 



PS am 18.März:
Habt Dank für all die Namen!
Er heißt nun Robärt Ärmel und ist schon auf dem Wege zu einem kleinen Menschlein.

Montag, 12. März 2018

Neue Bindung


in dem Film "Die Frau mit den 5 Elefanten" über die russisch-deutsche (Dostojewski-)Übersetzerin Swetlana Geier gibt es eine Sequenz, in der sie über die Parallelen in der Bedeutung der Worte *Textil* und *Text* redet. Hier ein Artikel.

Wunderbar und einleuchtend! Wir verweben Wörter, Grammatik, Satzbau, Rhythmus zu Text, zu Poesie, zu Langeweile oder Leidenschaft.
Wir haben eine so wunderbare Sprache: mit einem kleinen Ausflug in den Konjunktiv z.B. lässt sich die Bedeutung eines ganzen Romans verändern.

Ich mag dieses Suchen nach dem, was den Wörtern ihre Bedeutung gegeben hat.



So das Wort Bindung. ( wow,  da ist ja auch wieder das Textil! Und die Sauce und das Schneevergnügen....also ich beschränke mich hier mal auf die Bücher und das soziale...)
Dank vergangener Mail-Art-Projekte und wunderbar inspirierender Tutorials von großzügigen kreativen Menschen in der Bloggerwelt (Jaaa Euch meine ich!!), binde ich gerne und ziemlich oft einfache Bücher und Hefte.








Dank wunderbarer Begegnungen und dem Geschenk einer großen Familie habe ich auch zu Menschen keine großen Bindungsängste. Ich binde mich gerne.

Binden schafft Ordnung. Schafft Reihenfolge. 
Liebe und Sympathie wird zu Beziehungen, ein soziales Netz aus Emotionen entsteht, man fühlt sich gehalten und befestigt in der Welt.

Verbunden, vernäht, verhäkelt (besonders mit den Nesthäkchen, hihi)


Mit all den einfachen Buch-Bindungen, die ich bisher erlernen durfte, ist es ähnlich: Lose Blätter- oder Kartensammlungen kommen in eine Ordnung, werden handhabbar, übersichtlich, werden zu Seiten in einem Buch. Ich kann vor und zurückblättern, Lesezeichen einlegen, es zu anderen Büchern stellen, die ich gern zur Hand nehme.




Bald muss ich meine walzenbedruckten Papiere ( was für eine tolle Idee von Michaela und Tabea!!)an meine Frühlings-Mailartgruppe schicken, so schnippel und klebe ich hier auf Toilettenpapierrollen diese und jene musternden Details und der Boden füllt sich mit Papieren. Probedrucke in Massen.



Und da die Tochter in Kassel, die die "Buchkinder Kassel"-
Werkstatt betreibt, mir am Wochenende von einer neu entdeckten einfachen Bindung erzählte, musste ich diese gleich ausprobieren und dafür ein paar seidenpapierene Probedrucke zum Kaschieren der Buchdeckel verwenden. 










So gehts:
Zwei Löcher durch den kompletten Seitenstapel inclusive Buchdeckel bohren, ein Gummiband durch jedes Loch von hinten nach vorne ziehen, ein Stöcken( da kann man sich ja noch so manches vorstellen;-)....) durch die Schlaufen stecken. Fertig.









Man kann bei dieser Bindung das Buch gut komplett aufschlagen und ansehen, da das Gummiband, mit dem das Stöckchen befestigt wird, die Seiten einerseits an Ort und Stelle und anderseits beweglich hält.
Und man kann das Buch auch ganz einfach wieder auseinandernehmen. 




Denn manchmal müssen Bindungen sich ja auch verändern. 
Nur Wandel hält lebendig. :-) 



Mittwoch, 28. Februar 2018

Von Außen eisig

Nach der südlichen Reise, die gefühlt eher eine gen Norden war.
Das Flanieren und Schlendern in den schönen Städte Nürnberg und Regensburg war kein Vergnügen bei minus 10 Grad am Tage.
Mir war furchtbar kalt, trotz dreifacher Zwiebelkleidung aus Daunen und Wolle.






Stellvertretend für den eiskalten Augenschmaus hier das Kloster Weltenburger nahe Regensburg, das mich eigentlich nur aufgrund seiner traumhaften Lage direkt am Donaustrande begeisterte.




Dieser freundlich schalkhafte Blick in St. Lorenz in Nürnberg war mir auch ein Foto wert( und damit das Ausziehen der Handschuhe. In den Kirchen war es nämlich auch eiskalt...)



Ich freue mich nun wieder über meine gut geheizte Werkstatt. Was für ein Luxus!
Und übermale weiter alte Leinwände.





                                         Winterlich






                                           Sehnsuchtsvoll







                                           Vitaminhaltig



Aus einem Stückchen Hemdenpappe habe ich mir einen kleinen geflügelten Hoffnungsträger geschnitten und ins Fenster gehängt.




Der Geist weht ja bekanntlich wo er will.




Und da ich überzeugt bin, dass wir alle unseren Sinn ändern müssen, soll er mich daran erinnern....




...ans Beten  
u n d  ans Tun

Mittwoch, 21. Februar 2018

Sonne
Gewächse 
Arbeit
Hoffnung

Beim Frühstück werfen die Blümchen auf dem Tisch und das Glas der Vase mir ihre besonnten Farben in die Augen.








Im Garten hängt die Morgensonne im alten Rosenstöckchen.
 Viel-versprechend.








Im lichten Werkraum übermale ich absichtslos alte, misslungene  Leinwände(ca. 60x80).
 Ohne Idee, mit den Farben, die mir am nächsten stehen.












Dann mache ich auf Papier in Din A 2 weiter.













Das Bewusstsein  dass es mir, uns allen hier in Mitteleuropa, fast unwirklich gut geht, unverdient und geschenkt, begleitet mich fast ununterbrochen.
Der osmanische und sonstige Größenwahn bringt die Erde an den Rand einer so brenzligen Situation, dass wir alle bald ganz konkret involviert sein könnten in Unfrieden und Krieg.

Und im Lande: statt Visionen zu entwickeln, soll alles bleiben wie es ist, oder zurück in eine Gesinnung gehetzt werden, die Menschen wieder separiert, je nach dem, was auf ihrem Papier gedruckt steht, was sie glauben, wo sie geboren wurden. Eine Gesinnung die tötet. Zuerst Seelen, irgendwann das Leben selbst.
Was ist das für ein Virus, der uns weismachen will, Menschlichkeit sei teilbar.

Die Tugend der Hoffnung ist grad schwer hochzuhalten. Sie stirbt ja angeblich zuletzt, die Hoffnung...


Morgen reise ich mit dem Liebsten gen Süden.  Ein paar Tage durch Museen und Kirchen schlendern, Augen füttern und Seele füllen. Hoffe auf neuen Schwung. 


Mittwoch, 7. Februar 2018

Heute scheint die Sonne!


Ich freue mich schon so auf den Frühling. Wie gut dass es schon überall Tulpen gibt!



Tulpen sortieren sich selbst beim Wachsen immer so hübsch eigenwillig in den Vasen.



Neue Bücher gebunden





und Bäume gemalt.





einige hänge ich an die Wand und in die Uhr ( dasObst ist ausgewandert :-))








beflügelnde Postgeschenke erhielt ich von i h r: ein winziges Heftchen für die Essenz des Jahres ( habe schon eine der kleinen Seiten für meinen Januar gestaltet)




und grad eben eine manoische Karte, die den Frühling schon ins Auge hüpfen lässt. Inklusive lichtbelebendem Tee. Ich bin gespannt!


Wunderbar!! Vielen lieben Dank Ihr kreativen Frauen!!!



Diesen Film habe ich neulich bei ARTE gesehen und er hat mich sehr berührt. Es geht um Musik und Erinnerung. Musik für an Demenz erkrankte Menschen. Erstaunlich und auffordernd!
Er ist noch für ein paar Wochen in der Arte Mediathek.
Ich lege ihn Euch sehr ans Herz!